Neuartige Leberregeneration
C-CIT Sensors beim Forschungsprojekt «Liver4Life»

«Liver4Life» ist ein Projekt von Wyss Zurich, einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungszentrum der ETH Zürich und der Universität Zürich in den Bereichen der regenerativen Medizin und Robotik. Ziel ist es, ein Perfusionsgerät zur Durchblutung der Leber zu entwickeln. Die grow-Firma C-CIT Sensors liefert für das Projekt Einmal-Biosensoren zur Messung von Glucose, damit die Leber auch ausserhalb des Körpers über längere Zeit am Leben gehalten werden kann.

Es ist bekannt, dass die Leber sich regenerieren kann. Die Leberresektion (operative Entfernung des erkrankten Leberanteils) zur Behandlung von Leberkrebs wird seit einigen Jahrzehnten durchgeführt, aber viele Tumoren sind inoperabel, insbesondere weil die Entfernung eines zu grossen Leberstücks tödlich ist. Das Wyss Zurich-Projekt entwickelt eine neue therapeutische Strategie für die Leberregeneration. Die Idee ist es, ein kleines gesundes Leberstück des Patienten zu entnehmen und anschliessend dieses Stück ausserhalb des Körpers in einer Perfusionsmaschine wachsen zu lassen, bis es eine ausreichende Grösse erreicht hat. Dieses grössere Stück soll dem Patienten dann retransplantiert werden, während der erkrankte Teil entfernt wird.

Leber wächst ausserhalb des Körpers
Perfusionssysteme sind bislang nicht in der Lage, eine Leber ausserhalb des Körpers für eine ausreichende Zeit am Leben zu erhalten, damit Wachstum und Regeneration stattfinden können. Das anspruchsvolle Ziel des Projekts ist es, die Lebensfähigkeit von Lebergewebe ausserhalb des Körpers bis zu fünf Tage zu verlängern und dadurch sein Wachstum zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird eine Perfusionsmaschine entwickelt, welche die notwendigen Nährstoffe und die Sauerstoffversorgung bereitstellt sowie das Wachstum und die Funktionsfähigkeit der Leber überwacht.

Biosensoren von C-CIT Sensors
Die Einmal-Biosensoren von C-CIT Sensors dienen dazu, den Zustand des Gewebes zu messen und den für die Leber so wichtigen Glucosegehalt zu regulieren, während es sich im Perfusionsgerät befindet. Es ist einer der Kernkomponenten, welche das Projekt überhaupt möglich machen. (27.07.2018)

Medienmitteilung

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